RATGEBER
Was Zinseszins ist und wie er funktioniert
Verstehe kumulatives Wachstum, Sparraten, Inflation, Gebühren und die Grenzen einer Projektion.
Technische Prüfung: 24. Juli 2026
Definition des Zinseszinses
Zinseszins entsteht, wenn Erträge dem Kapital zugerechnet werden und anschließend selbst Erträge erzeugen. Dadurch wächst die Berechnungsbasis im Zeitverlauf.
Wachsen 10.000 € jährlich um 5 %, beträgt das Kapital nach einem Jahr 10.500 €. Im zweiten Jahr werden 5 % auf 10.500 € berechnet.
So entsteht kumulatives Wachstum
Startkapital, Rendite, Zeit und Einzahlungen bestimmen das Ergebnis. Zeit verstärkt Unterschiede, garantiert aber keinen Gewinn.
Regelmäßige Einzahlungen
Neue Einzahlungen erhöhen das arbeitende Kapital. Eine Einzahlung am Periodenanfang hat länger Zeit zu wachsen.
Verzinsungshäufigkeit
Sie ist beim Nominalzins entscheidend. Der effektive Jahreszins enthält das vollständige Jahresergebnis bereits.
Inflation, Kosten und Realwert
Inflation mindert die Kaufkraft. Gebühren reduzieren das Guthaben, das in späteren Perioden weiterwachsen kann.
Nutzen und Grenzen
Zinseszins ist ein mathematischer Mechanismus, kein Anlageprodukt. Eine Projektion vergleicht Annahmen, ist aber keine Marktprognose und berücksichtigt keine Steuern.
Häufige Fragen
Bei negativer Rendite kann auch die zusammengesetzte Entwicklung negativ sein. Häufigere Verzinsung erhöht den Effektivzins nur bei gleichem Nominalzins.