Umfang der Berechnung

Capliz projiziert Spar- und Anlageverläufe lokal im Browser. Kredite, Steuern, historische Marktpfade und konkrete Produkte werden nicht simuliert.

Der Rechenkern ist deterministisch: Gleiche Eingaben führen zum gleichen Ergebnis. Er bewertet Szenarien unter den gewählten Annahmen, wählt keine Wertpapiere aus, lädt keine Kurse und berechnet keine Wahrscheinlichkeit für das Erreichen des Endwerts.

Technische Eingabegrenzen schützen die Berechnung: Die Dauer reicht von einem Monat bis 200 Jahre, Kapital und Einzahlungen dürfen nicht negativ sein, und die effektive Jahresrate muss über −100 % und höchstens 1000 % liegen. Diese Grenzen sind keine Aussage über realistische Renditen.

Zinsen und monatliche Zeitachse

Der effektive Jahreszins wird mit (1 + r)^(1/12) − 1 umgerechnet. Nominalzinsen werden zuerst entsprechend der Verzinsungshäufigkeit konvertiert.

Beim Nominalzins j bestimmt die Auswahl täglich, monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich den Wert m in (1 + j/m)^m − 1. Der so ermittelte effektive Jahreszins wird anschließend in den Monatszins der Simulation überführt, sodass die Jahreswirkung erhalten bleibt.

Die Dauer wird auf die nächstgelegene ganze Monatszahl gerundet. Innerhalb jedes Monats gilt dieselbe Reihenfolge: gegebenenfalls vorschüssige Einzahlung, Zinsgutschrift, äquivalente Monatsgebühr und gegebenenfalls nachschüssige Einzahlung. Daraus entsteht der Unterschied zwischen beiden Einzahlungszeitpunkten.

Einzahlungen, Inflation und Gebühren

Einzahlungen erfolgen monatlich, vierteljährlich oder jährlich, vor- oder nachschüssig. Der Realwert berücksichtigt Inflation; Gebühren werden monatlich äquivalent abgezogen.

Vierteljährliche und jährliche Raten werden in Abständen von drei beziehungsweise zwölf Monaten erfasst. Eine optionale jährliche Ratenerhöhung ändert den Betrag an jeder Zwölfmonatsgrenze. Sie ist eine Szenarioannahme und keine Vorhersage des künftigen Einkommens.

Die Monatsgebühr lautet 1 − (1 − f)^(1/12) und wird nach dem Monatszins abgezogen. Inflation verändert nicht den nominalen Kontostand, sondern nur die getrennte Realwertanzeige: Guthaben / (1 + Inflation)^(Monate/12). Steuern bleiben wegen produkt- und landesabhängiger Regeln unberücksichtigt.

Genauigkeit und Tests

Während der Simulation wird nicht gerundet. Tests decken null und negative Zinsen, Nominalzins, Teiljahre, Timing, Inflation, Gebühren und inverse Berechnungen ab.

Die Jahrestabelle enthält Anfangsguthaben, Einzahlungen, Bruttozins, Gebühren, Endguthaben und Realwert für jedes vollständige Jahr sowie den letzten Teilzeitraum. „Erzeugte Zinsen“ sind Bruttoerträge vor Gebühren; „Nettowachstum“ ist das Endkapital abzüglich des gesamten eingezahlten Kapitals.

Ein einfacher Kontrollfall verwendet null Prozent und null Gebühren: Das Endkapital muss dann Startkapital plus Einzahlungen entsprechen. Als zweiter Kontrollwert dienen 10.000 € bei 5 % effektiv für zehn Jahre mit 16.288,95 €. Vorschüssige Monatsraten müssen geringfügig über nachschüssigen enden.

Datenschutz und Grenzen

Eingaben werden nicht an Capliz übertragen. Freigabelinks entstehen nur auf Wunsch und enthalten keine Namen oder Kontaktdaten. Ergebnisse sind keine Beratung.

Ein Freigabelink schreibt die Szenariowerte lesbar in seine Adresse. Jede Person mit diesem Link kann diese Parameter sehen; bei sensiblen Beträgen sollte er nicht geteilt werden. Normale Berechnungen verbleiben in der aktuellen Browsersitzung.

Das Modell berücksichtigt weder Volatilität und Renditereihenfolge noch Insolvenz, Liquiditätsbeschränkungen, Währungen oder Rechtsänderungen. Die Quellen von Bundesbank, Europäischer Zentralbank und ESMA erläutern Zinseszins, Kaufkraft und Kosten; sie bestätigen weder ein konkretes Capliz-Szenario noch ein Finanzprodukt.

Quellen und Prüfung

Rechner